Schmollwinkel

Schmollwinkel
schmollen
»gekränkt schweigen (und einen entsprechenden Gesichtsausdruck zeigen)«: Das nur im Hochd. verbreitete Verb (im 13. Jh. mhd. smollen »unwillig schweigen«) ist vom 15. bis ins 18. Jh. auch in der Bedeutung »lächeln« bezeugt, aus der es aber durch das unverwandte »schmunzeln« (s. d.) verdrängt wurde. Den Übergang zwischen beiden Bedeutungen bildet wie bei greinen, grinsen die Vorstellung »den Mund verziehen«. Die Herkunft von »schmollen« ist unklar; vielleicht ist es verwandt mit dem untergegangenen mhd. smielen »lächeln« und dem gleichbedeutenden engl. to smile.Zus.: Schmollwinkel in Wendungen wie »sich in den Schmollwinkel zurückziehen« »gekränkt, beleidigt und nicht ansprechbar sein« (18. Jh.) und »im Schmollwinkel sitzen« »schmollen«.

Das Herkunftswörterbuch . 2014.

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  • Schmollwinkel — Schmollwinkel,der:imS.sitzen:⇨schmollen …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Schmollwinkel — Sm Boudoir …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Schmollwinkel — Sich in den Schmollwinkel zurückziehen: sich grollend, gekränkt zurückziehen. Im ›Schmollwinkel‹ sitzt jemand, der sich von der Welt mißverstanden fühlt, die Schuld aber eher bei den anderen sucht. Das Grundwort ›schmollen‹ ist eher literarisch… …   Das Wörterbuch der Idiome

  • Schmollwinkel — Schmọll·win·kel der; meist in sich in den Schmollwinkel zurückziehen gespr; sich beleidigt zurückziehen …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Schmollwinkel — * Im Schmollwinkel sitzen. – Frischbier2, 3366. In verdriesslicher, trotziger u.s.w. Stimmung sich zurückgezogen haben, sich von der Theilnahme an irgendeiner Sache abwenden. Zur Charakterisirung widerstrebender Theilnahmlosigkeit …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Schmollwinkel — Schmọll|win|kel 〈m. 5; fig.; umg.〉 = Schmollecke * * * Schmọll|win|kel, der: in Wendungen wie sich in den S. zurückziehen (ugs.; gekränkt, unmutig, beleidigt auf etw. reagieren u. nicht ansprechbar sein). * * * Schmọll|win|kel, der: in… …   Universal-Lexikon

  • Schmollwinkel — Schmọll|win|kel (umgangssprachlich) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Boudoir — Bou|doir 〈[ budoa:r] n. 15; früher〉 kleines elegantes, privates Damenzimmer [frz., „elegantes Damenzimmer“] * * * Bou|doir [bu do̯a:ɐ̯ ], das; s, s [frz. boudoir, eigtl. = Schmollwinkel, zu: bouder = schmollen, übellaunig sein, wohl lautm.]… …   Universal-Lexikon

  • Schmollecke — Schmọll|ecke 〈f. 19; fig.; umg.; in der Wendung〉 in der Schmollecke sitzen schmollen; Sy Schmollwinkel * * * Schmọll|ecke, die: Schmollwinkel. * * * Schmọll|ecke, die: Schmollwinkel …   Universal-Lexikon

  • schmollen — »gekränkt schweigen (und einen entsprechenden Gesichtsausdruck zeigen)«: Das nur im Hochd. verbreitete Verb (im 13. Jh. mhd. smollen »unwillig schweigen«) ist vom 15. bis ins 18. Jh. auch in der Bedeutung »lächeln« bezeugt, aus der es aber durch… …   Das Herkunftswörterbuch

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